
Die Straßenbahn in Reutershagen soll erweitert werden. Jetzt liegt seitens der RSAG die Vorzugsvariante für den Streckenverlauf vor. Im Ergebnis der Planungen kamen Stadtverwaltung und RSAG zu dem Ergebnis, dass eine neue Straßenlinie quer durch die Kleingärten zwischen Reutershagen und der Gartenstadt und durch den Barnstorfer Wald gebaut werden soll. Auch sind die Baukosten alleine in den letzten beiden Jahren von 60 auf jetzt 100 Mio. Euro gestiegen. Weitere Kostensteigerungen sind sehr sicher.
Ich wiederhole mich, aber das Argument wiederholt sich ja auch: Bei diesem Argument klingt die Position der SPD nicht gerade glaubhaft, da sie sich ja vehement für die Route Ost ausgesprochen hat und da die Kosten ähnlich hoch waren. Erst als die von ihr bevorzugte Variante nicht ausgewählt wurde, sind die Kosten für die SPD ein Problem …
Die Kosten für die Ost-Route waren schon damals geringer. Inzwischen sind die Kosten der Tram West um 66% innerhalb von 2 Jahren gestiegen. Von 60 auf 100 Mio. Euro. Sie werden weiter steigen, da die 100 Mio. Euro auf den Preisen 2025 beruhen und in 2-3 Jahren die Baupreise weiter gestiegen sein werden. Die Kosten der Ost-Route hingegen sind heute nicht mehr seriös zu beziffern.
Da hier das Argument aus dem anderen Kommentar wiederholt wird, will ich auch nicht nachstehen …
Ja, die Kosten für West sind etwas höher gewesen (West: 60 Mio. zu Ost: 52 Mio.) Aber dann gehört es auch dazu zu sagen, dass die Betriebskosten bei West um etwa 450.000€ gesunken wären, bei Ost dagegen um 350.000€ gestiegen. Pro Jahr hätte die RSAG bei der Tram Ost dann 800.000€ zusätzlich einplanen müssen. Aber eigentlich lenken Sie erneut von meinem Punkt ab, dass das Umschwenken der SPD zur Erweiterung aufgrund der angeblich viel zu hohen Kosten nicht gerade glaubhaft erscheint.
Denn die Preissteigerungen bei Baukosten (Material, Personal, usw.) wären doch auch für die Route Ost ähnlich gewesen. Es müssten genauso der Untergrund für die Schienen, die Haltestellen und Oberleitungsmasten gebaut werden und in angrenzenden Straßen Straßenbauarbeiten durchgeführt werden. Dann erscheint es mir keinesfalls unseriös, die Kosten für die Route Ost, die Sie sicherlich weiterhin gewollt hätten, auf momentan etwa 85 bis 90 Mio. € zu schätzen. Warum ist die Preissteigerung bei der Route West dann ein Ausschlusskriterium?