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Statement der Interessengemeinschaft von politisch parteilosen Anwohnern des Wohngebiets „Tannenweg“

Nein zum Wegfall der Straßenbahnlinie „Neuer Friedhof“

Wir wenden uns entschieden gegen den Wegfall der Straßenbahnlinie zum Neuen Friedhof, da dies eine massive Verschlechterung der Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln unter anderem für Anwohner, Friedhofsbesucher, Gartenbesitzer und Bewohner des Flüchtlingsheims sowie Pendler bedeutet.

Unsere Hauptargumente gegen die Schließung der Straßenbahnlinie zum Neuen Friedhof:

„Satower Straße“/Rennbahnallee entlasten

Die Satower Straße ist eine stark befahrene Zubringerstraße in das Rostocker Stadtgebiet. Neben dem neu entstandenen Baugebiet „Kiefernweg“ gibt es auch im Umland weiterhin Bautätigkeit und zunehmende Pendlerströme über diese Zufahrtstraße nach Rostock. Angesichts dieser Tatsache wäre es aus unserer Sicht sinnvoll, die Straßenbahnlinie zu erhalten, idealerweise eingebunden in ein Park-&-Ride-Konzept sowie Ausbau Richtung Kritzmow/dem neuen Baugebiet „Kiefernweg“.

Linienbusse sind kein adäquater Ersatz für die Straßenbahn

Der Neue Friedhof ist seit Jahrzehnten Endhaltestelle mit einer stabilen Straßenbahnlinie. Der Rückbau bringt unserem Stadtteil vor allem Nachteile: Die von der RSAG in Aussicht gestellten Linienbusse als Alternative zur Straßenbahnlinie werden mangels Busspur vor allem in den Hauptverkehrszeiten auf der Satower Straße und der Rennbahnallee im Stau stehen und so keine verlässlichen Zubringer zu den Straßenbahnlinien sein. Linienbusse verfügen über weniger Aufstellflächen für Kinderwägen, Rollatoren, Rollstühle als Straßenbahnen. Der Wegfall einer direkten Anbindung gestaltet sich beschwerlicher für gehbehinderte Menschen und umständlicher für alle Nutzer des ÖPNV. Das „Aus“ für unsere Straßenbahnlinie bedeutet mehr Umstiege und deutlich weniger Zuverlässigkeit.

Projekt „Tram West“ stoppen und neu überdenken

Wir haben uns dem Reutershäger Bürgerbegehren gegen die „Tram West“ (www. bürgerbegehren-tramwest.de) angeschlossen, weil wir hoffen, dass ein möglicher Stopp des Projekts Zeit bringt, das Straßenbahn-Konzept der Stadt Rostock/RSAG zu überdenken. Unser Ziel ist nicht, sinnvolle Erweiterungen des ÖPNV zu blockieren, sondern den Rückbau eines effektiven Verkehrsmittels an einer Stelle mit hohem Verkehrsaufkommen zu verhindern und sicherzustellen, dass der ÖPVN-Ausbau dazu führt, dass er sich für alle Stadtteile verbessert und nicht für einzelne verschlechtert.

Aktionsbündnis „Stille Tanne“

Interessengemeinschaft von politisch parteilosen Anwohnern des Wohngebiets „Tannenweg“
Kontakt: stille_tanne@gmx.de
Das Statement zum Download

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